Persönliche Daten im Lebenslauf: Was hinein darf und was nicht, nach Land
Geburtsdatum, Familienstand, Nationalität, Foto und Adresse: Welche persönlichen Daten gehören in den Lebenslauf, nach Land, mit Beispielen und Datenschutztipp.
Jeder Lebenslauf braucht Name, Telefon, E-Mail und Wohnort. Danach richten Sie sich nach dem Zielland und der Anzeige. In den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Irland lassen Sie Alter, Familienstand, Nationalität und Foto weg, sofern sie nicht verlangt werden. In Deutschland und weiten Teilen Europas sind einige Angaben freiwillig, aber üblich. Am Golf helfen Nationalität und Visastatus meist. Nirgends gehören Ausweis-, Pass- oder Kontonummern hinein. Diese Anleitung nennt Faustregeln je Region, Beispiele für den Kopf und Datenschutzfehler. Das sind Gepflogenheiten und keine Gesetze, die Anzeige hat daher immer Vorrang.
Was jeder Lebenslauf braucht
- Vollständiger Name, wie in Ihren Unterlagen.
- Telefonnummer, bei Auslandsbewerbungen mit Ländervorwahl.
- Eine seriöse E-Mail-Adresse.
- Stadt und Land; in Deutschland ist auch die Anschrift noch üblich, aber kein Muss für jede Online-Bewerbung.
- LinkedIn, Xing oder Portfolio, wenn es etwas beiträgt.
Eine grobe Orientierung nach Land. Die Anzeige geht immer vor.
| Markt | Foto | Geburtsdatum | Nationalität oder Visum | Ausweisnummern |
|---|---|---|---|---|
| Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Kanada, Australien, Irland | Weglassen | Weglassen | Nur wenn relevant | Nie |
| Deutschland, Österreich | Üblich | Freiwillig | Nur wenn relevant | Nie |
| Schweiz | Freiwillig | Freiwillig | Nur wenn relevant | Nie |
| Frankreich | Freiwillig | Freiwillig | Nur wenn relevant | Nie |
| Spanien | Üblich | Freiwillig | Nur wenn relevant | Nie |
| Golfstaaten | Freiwillig | Freiwillig | Meist erwartet | Nie |
| Japan | Im Standardformular | Im Standardformular | Nur wenn relevant | Nie |
| China | Üblich | Üblich | Nur wenn relevant | Nie |
| Brasilien, Mexiko | Freiwillig | Freiwillig | Nur wenn relevant | Nie |
USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Irland: das Minimum
Recruiter möchten Alter, Geburtsdatum, Familienstand, Kinder, Religion, Nationalität oder ein Foto möglichst nicht sehen, denn Entscheidungen sollen nicht davon abhängen. Sinnvoll ist der Hinweis auf Ihre Arbeitserlaubnis. Siehe die Leitfäden zu den USA, Großbritannien, Kanada und Australien.
Vorher: John Smith, born 12/03/1985, married, 2 children, British, Christian. (Mit Geburtsdatum, Kindern und Religion.)
Nachher: John Smith | Manchester | +44 7700 900123 | [email protected] | Right to work in the UK.
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Foto und Geburtsdatum sind weiterhin verbreitet, aber freiwillig. In Deutschland ist der Familienstand laut den Quellen optional, und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Benachteiligung. Pflicht ist weder ein Foto noch die Angabe der Religion oder Kinder. In der Schweiz sind Nationalität und Bewilligungsart für ausländische Bewerber nützlich. Lesen Sie die Leitfäden zu Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zum Foto.
Deutschland: Anna Weber | Hamburg | +49 151 5550147 | [email protected] | geboren 03/1990 (freiwillig).
Schweiz: Omar Haddad | Zürich | +41 79 555 01 47 | [email protected] | Bewilligung B.
Andere europäische Länder
- Frankreich: Foto und Alter können vorkommen, sind aber nicht nötig; der Familienstand ist überflüssig. Siehe Frankreich.
- Spanien: Fotos sind noch verbreitet; DNI oder NIE weglassen. Siehe Spanien.
- Niederlande: Geburtsdatum und Familienstand sind unnötig, ein Foto freiwillig. Siehe Niederlande.
- Europass: Er bietet Felder für Daten, die Sie nicht alle ausfüllen müssen. Siehe Europass.
Der Golf und der Nahe Osten
Recruiter wollen oft Nationalität, Standort und Visa- oder Aufenthaltsstatus, denn die Einstellung hängt von Visa und Nationalisierungsregeln ab. Ein Foto ist verbreitet, aber selten eine amtliche Pflicht, und internationale Firmen wollen es womöglich nicht. Geburtsdatum und Familienstand sind freiwillig. Eine Genehmigung gilt nicht in einem anderen Land. Siehe VAE, Saudi-Arabien sowie Katar und Kuwait. In Ägypten nennen Männer meist auch den Wehrdienststatus, siehe Ägypten.
Golf: Rana Khalil | Jordanian national | Dubai | UAE residence visa | 30 days' notice | +971 50 555 0147 | [email protected]
Asien und Lateinamerika
- Japan: Das übliche Rirekisho-Formular enthält Foto und Geburtsdatum, ausländische Firmen nutzen teils einen englischen Lebenslauf. Siehe Japan.
- China: Fotos und Basisdaten sind bei lokalen Firmen verbreitet, bei ausländischen weniger. Siehe China.
- Indien: Geburtsdatum und Familienstand stehen oft aus Gewohnheit im Lebenslauf, Konzerne wollen sie womöglich nicht.
- Brasilien und Mexiko: Beschränken Sie sich auf das Wesentliche, ohne CPF oder CURP. Siehe Brasilien und Mexiko.
Was nie hineingehört
- Ausweis-, Pass-, Sozialversicherungs- oder Steuernummern.
- Bankdaten oder Kartennummern.
- Gesundheitsdaten, sofern die Stelle sie nicht gesetzlich verlangt.
- Passwörter oder vollständiges Geburtsdatum und Geburtsort, wenn ein Portal den Lebenslauf veröffentlicht.
- Frühere Gehälter, sofern nicht ausdrücklich verlangt.
Solche Daten machen Identitätsdiebstahl leichter, besonders auf Jobbörsen, wo viele den Lebenslauf sehen können. Geben Sie sie erst bei einem formellen Einstellungsschritt an einen geprüften Arbeitgeber weiter. Seien Sie vorsichtig bei „Recruitern“, die sie früh oder gegen Geld verlangen.
In vier Schritten entscheiden
- Prüfen Sie Anzeige oder Formular, denn sie gehen allgemeinen Regeln vor.
- Prüfen Sie Land und Art des Arbeitgebers: lokal oder international.
- Fragen Sie, ob die Angabe bei der Entscheidung hilft, etwa die Arbeitserlaubnis.
- Im Zweifel weglassen und auf Nachfrage nachreichen.
Offizielle Formulare und Bewerbungen im öffentlichen Dienst können zu Recht mehr verlangen; folgen Sie dann dem Formular genau. Sie können auch zwei Kopfzeilen führen: eine knappe für internationale und eine ausführlichere für lokale Firmen. Passen Sie sie mit dem Leitfaden zum Anpassen an und vergleichen Sie die Standards nach Ländern.
Häufige Fehler
- Dieselbe Kopfzeile für alle Länder.
- „Curriculum Vitae“ und Familienangaben ganz oben.
- Eine unseriöse oder veraltete E-Mail-Adresse.
- Eine Arbeitserlaubnis andeuten, die Sie nicht haben.
- Angaben, die Ihren Unterlagen widersprechen.
Fazit
Zeigen Sie, was Recruiter im jeweiligen Land für die Entscheidung brauchen, und schützen Sie den Rest. Prüfen Sie die ganze Datei danach mit unserem ATS-Check.
Quellen: EEOC: Prohibited practices, Germany: AGG.
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Gehört mein Geburtsdatum hinein?
Nicht in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien oder Irland. In Deutschland ist es üblich, aber freiwillig.
Nenne ich den Familienstand?
Meist nicht, außer wenn das Formular oder die lokale Gepflogenheit es verlangt.
Nenne ich die Nationalität?
Nur, wo sie hilft, etwa bei Arbeitsrechten oder Stellen am Golf.
Brauche ich die volle Adresse?
Oft nicht. Stadt und Land genügen häufig.