Referenzen im Lebenslauf: Angeben oder nicht? Und welche Rolle spielt das Arbeitszeugnis?

28. Oktober 20261 Min. Lesezeit

Gehören Referenzen in den deutschen Lebenslauf? Wann Sie Referenzgeber nennen, warum das Arbeitszeugnis wichtiger ist und wie Sie Referenzen in der Schweiz und international richtig angeben.

In Deutschland ersetzt das Arbeitszeugnis vielfach die Referenz. Trotzdem werden Referenzen in manchen Branchen und Ländern erwartet. Hier der Überblick.

Deutschland: Arbeitszeugnis zuerst

Arbeitgeber erwarten meist qualifizierte Arbeitszeugnisse in den Bewerbungsunterlagen. Referenzen im Lebenslauf sind deshalb nicht üblich. Nennen Sie sie nur, wenn die Stellenanzeige danach fragt.

«Referenzen auf Anfrage»?

Der Satz ist überflüssig. Personaler gehen davon aus, dass Sie Referenzen nennen können. Den Platz besser für ein konkretes Ergebnis nutzen.

Schweiz: Referenzen sind üblich

In der Schweiz enden viele Lebensläufe mit zwei bis drei Referenzen. Personaler rufen sie tatsächlich an, oft vor dem zweiten Gespräch.

So geben Sie eine Referenz an

  1. Name und Funktion.
  2. Unternehmen.
  3. Beziehung: «Direkte Vorgesetzte, 2021–2024».
  4. Telefon und E-Mail.

Wen Sie auswählen

  • Ehemalige Vorgesetzte, die Ihre Ergebnisse kennen.
  • Projektleiter oder Kunden bei Freiberuflern.
  • Betreuer aus Praktikum oder Abschlussarbeit bei Berufseinsteigern.

Referenzgeber vorbereiten

Fragen Sie vorher um Erlaubnis und schicken Sie die Stellenanzeige mit zwei, drei Punkten, die bestätigt werden sollen. Ihren aktuellen Arbeitgeber nennen Sie mit dem Hinweis «erst nach Zusage kontaktieren».

Referenzen bestätigen den Lebenslauf, sie ersetzen ihn nicht.

Prüfen Sie Ihren Lebenslauf mit CV Analyz und sehen Sie, was für die Zielstelle noch fehlt.

Lebenslauf kostenlos prüfen

Häufige Fragen

Gehören Referenzen in den deutschen Lebenslauf?

Meist nicht. Arbeitszeugnisse übernehmen diese Rolle. Nur angeben, wenn die Anzeige danach fragt.

Wie viele Referenzen sind in der Schweiz üblich?

Zwei bis drei, idealerweise aktuelle Vorgesetzte.

Muss ich meinen aktuellen Arbeitgeber nennen?

Nein. Sie können angeben, dass er erst nach einer Zusage kontaktiert werden darf.

So geht es weiter

Ähnliche Artikel